Lensball Photography – Der Blick durch die Glaskugel

Was ist Lensball Photography?

Lensball Photography
25mm – f/1.2 – 1/4000 – ISO 200 – 80mm Glaskugel

Es gibt verschiedene Begriffe für den Blick durch die Glaskugel, ich nenne sie Lensball Photography. Am Ende des Tages ist eine simple Glaskugel im Bild, welche alleine das Bild noch nicht besser macht. Das bedeutet, dass Deine Kreativität als Fotograf gefragt ist. Die ersten Bilder mit Glaskugeln sind mir schon vor 10 Jahren begegnet, damals war ich mangels Kreativität der Bilder überhaupt nicht angetan von dieser Variante. In den letzten Monaten sind diese Kugeln dann wieder aufgetaucht und ich dachte mir, jetzt ist es Zeit, dies auch mal auszuprobieren.

Was benötige ich für die Lensball Photography?

Lensball Photography
25mm – f/3.5 – 1/500 – ISO 200 – 80mm Glaskugel

Eine Glaskugel von 60-80mm, eine Kamera und ein Objektiv. Die Grösse der Glaskugel ist nur dann von Bedeutung, wenn Du die Kugel in der Hand oder zwischen Daumen und Zeigefinger halten möchtest. Denk daran, dass Grösser nicht immer besser ist. Die Naheinstellungsgrenze Deines Objektives ist auch relevant, denn Du musst auf Armlänge fokussieren können, sonst bekommst Du die Kugel nicht scharf abgebildet.

Was ist ein gutes Motiv?

Lensball Photography
25mm – f/1.2 – 1/4000 – ISO 125 – 80mm Glaskugel

Hier wird es dann herausfordernd. Denn nur weil eine Glaskugel im Bild ist, wird da Foto nicht besser. Du musst also eine Umgebung finden, die sowohl als Hintergrund etwas hergibt und auch in der Glaskugel gut erkennbar und spannend ist. Ich habe es mit eher grafischen Motiven versucht und denke, dass dies am ehesten zu guten Resultaten führt. Aber natürlich bist Du da frei. Am besten gehst Du mit ein paar Fotokumpels raus und machst einen Lensball Photo Walk. So kann jeder zeigen, wie er die Welt durch seine Kugel sieht.

 

Wie bearbeite ich solche Bilder?

Lensball Photography
25mm – f/1.2 – 1/1000 – ISO 200 – 80mm Glaskugel

Ich bin ja äusserst bearbeitungsfaul und habe fast nur Presets für die Bearbeitung meiner Bilder verwendet. Viel gab es aber nicht zu tun. Etwas mehr Zeichnung und Kontrast in S/W  und etwas mehr Dynamik und Sättigung in Farbe lassen die Bilder schon viel besser wirken. Aber dies ist natürlich Geschmacksache. Am besten probierst Du es selber mal aus.

Lensball PhotographyLensball Photography

 

Lensball Photography Checkliste

  • Nimm eine Glaskugel mit 60mm oder 80mm Durchmesser
  • Deine Kamera mit einem Objektiv mit kurzer Naheinstellungsgrenze (ca. 40cm)
  • Verwende den A-Modus, um die Blende zu kontrollieren
  • Such Dir ein geeignetes Motiv, welches sowohl in der Kugel, wie auch im Hintergrund gut aussieht
  • Nimm die Kugel in die Hand oder leg sie auf den Boden
  • Achte darauf, dass die Kugel gross genug im Bild abgebildet ist, der Hintergrund aber sichtbar bleibt
  • Fokussiere auf die Abbildung in der Kugel, welche um 180° gedreht angezeigt wird
  • Die Kugel soll übrigens nicht immer in der Mitte des Bildes abgebildet sein

Die beiden für die Lensball Photography verwendeten Glaskugeln gibt es hier:

60mm Glaskugel
80mm Glaskugel

Lensball Photography
25mm – f/5.6 – 1/1600 – ISO 200 – 80mm Glaskugel
Lensball Photography
25mm – f/5.0 – 1/800 – ISO 200 – 60mm Glaskugel
Lensball Photography
25mm – f/7.1 – 1/320 – ISO 200 – 80mm Glaskugel
Lensball Photography
25mm – f/5.6 – 1/160 – ISO 320 – 60mm Glaskugel
Lensball Photography
25mm – f/14 – 1/400 – ISO 200 – 80mm Glaskugel
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Thomas Leuthard hat lange Zeit intensiv auf der Strasse fotografiert, bis ihm diese Art der Fotografie keinen Spass mehr machte. Nun experimentiert er in den verschiedensten Bereichen der Fotografie und unterstützt das Fotichaestli Team bei Informatik & Social Media Fragen.

5 Responses

  1. Interessanter Artikel, Thomas. Was mich interessieren würde, wie positionierst du dich oder wie verhinderst du es, dass du in der Kugel gespiegelt wirst? Bei einer Brennweite, die so kurz ist, wie du sie hier vorschlägst, wirst du zwangsläufig irgendwie in der Kugel zu sehen sein?

  2. Man spiegelt sich nicht in der Kugel, weil sie ja durchsichtig ist. Die Kugel zeigt nur das, war 180° vor der Kugel (also auf der anderen Seite) passiert. Ich habe nochmals alle Bilder genau angeschaut und man sieht mich nicht. Ich habe nichts besonderes dagegen unternommen.

    1. Ich denke das ist vielleicht auch vom Sonnenstand abhängig. Ich meine ich hätte mal ein Bild gemacht, wo ganz klar mein objektiv in der Kugel gespiegelt war. Vielleicht mach ich was falsch? Aber man sieht doch auch mal Schatten von Bäumen oder so was in der Kugel

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